traiskirchen

Privatinitiativen im Nachbarort von Traiskirchen

Privat aktiv zu werden, um Menschen auf der Flucht ein neues zu Hause zu ermöglichen, zeigt eine Initiative, die hier kurz vorgestellt werden soll. Eine Patenschaft für unbegleitete minderjährige Kinder ist eine Bereicherung für alle Beteiligten, auch hier anbei kurze Infos, sowie die Ankündigung einer Initiative, die in Form von Zeit und Beziehung von Frauen für Frauen aktiv ist.

In der Nähe von Traiskirchen zu wohnen, lässt einen Einblick in das Geschehen vor Ort nicht vermeiden. Wer Menschlichkeit als Grundprinzip erachtet, kann nicht anders, als zu überlegen, welchen persönlichen Beitrag er oder sie in dieser Situation in der Lage ist zu leisten. So hat sich eine Familie eine Wohnung angemietet, mit der Diakonie Kontakt aufgenommen und eine Familie aus dem Irak (Mutter und drei Kinder) von Traiskirchen in ein neues, freundliches Quartier im Nachbarort übersiedelt. Die Differenz zwischen Wohnungsmiete und dem vom Staat zur Verfügung gestellten Betrag finanziert sich über Daueraufträge von vielen kleinen Beträgen die Freunde der Familie eingerichtet haben. Mittlerweile lebt die Familie aus dem Irak schon ein paar Wochen im Ort, die schulpflichtigen Kinder haben einen Schulplatz, die ältere Tochter und die Mutter besuchen einen Deutschkurs und ein Teil der Ortsgemeinschaft hält ständig Kontakt mit der Familie und organisiert notwendige Dinge zum Leben. Andere Ortsbewohner_innen wiederum finanzieren Anschaffungen die dringend gebraucht werden, wie z.B. Schulsachen oder neue Schuhe. Eingekauft wird stets gemeinsam, dabei aber auf den individuellen Geschmack der Familie Rücksicht genommen – kurzum, ein positives Beispiel zur Inklusion.

Auch gibt es die Möglichkeit eine Patenschaft für unbegleitete minderjährige Kinder auf der Flucht zu übernehmen. Ebenso funktioniert dies in einer Familie im Ort sehr gut. Ein Bursche aus dem „Tralalobe Haus“ in Mödling Tralalobe Haus wird ein Mal pro Woche in die Familie geholt. Er hat die Gelegenheit mit den Kindern der Familie zu spielen, Deutschkenntnisse zu verbessern und sich mit allem was ihn bewegt auszutauschen. Auch hier gibt es sehr gute Erfahrungswerte.

Ein neues Projekt im Nachbarort von Traiskirchen ist angelaufen und wird gerne angenommen. Die dafür ins Leben gerufene Initiative TOGETHER ermöglicht allein reisenden Frauen mit Kindern auf der Flucht, die im Erstaufnahmezentrum untergebracht sind, einen Austausch mit anderen Frauen aus dem Nachbarort in Form eines kleinen interkulturellen Cafés. So haben die betroffenen Frauen einen Rahmen, in welchem sie von ihrem stressgeplagten Alltag kurz abschalten können, als Person wertgeschätzt und gestärkt werden und ihre Kinder durch Betreuung für ein paar Stunden versorgt wissen. Nähere Informationen dazu unter mailantogether@gmail.com